Nachrichtenarchiv

Nachrichtenarchivliste 2015

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Im Jahr 2015 wurden von Mai bis Ende November in Rheinland-Pfalz insgesamt 19 Seminare angeboten, keines musste wegen mangelnder Teilnehmerzahl abgesagt werden. 411 pädagogische Fach- und Lehrkräfte sowie 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Jugend- und Sozialämtern, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung, dem Bildungsministerium und anderen Institutionen wurde ein Basiswissen zum Diabetes mellitus Typ 1 vermittelt, viele, viele Fragen aus dem Alltagsleben und der Praxis geduldig und ausführlich beantwortet. Bis auf zwei Ausnahmen waren die Rückmeldungen positiv, die kooperierenden Partner gehen motiviert mit dem Kinderhilfeverein in die zweite ehrenamtlich angebotene Seminarreihe.

 

 So sieht die Planung für den Beginn der zweiten Runde aus…

Am Mittwoch, den 17. Februar 2016, startet die zweite Runde der Seminare. Der Trägerverein stellt für diese Seminare, wie bereits im Jahr zuvor, einen Imbiss, Getränke und für die Pause am Nachmittag Kuchen bereit.

Der Start der neuen Seminarreihe ist in Mayen, jeweils an den darauf folgenden Mittwochen sind wir in Ludwigshafen, Bad Kreuznach, Germersheim in den Seminarräumen der AOKen vor Ort. Seit dem Einstellen der Termine auf unserer Homepage sind bereits Anmeldungen eingegangen, ganz besonders für den Raum Ludwigshafen.

Am Mittwoch, den 16. März 2016 sind wir mit dem Seminar zu Gast im Kloster Himmerod in Großlittgen bei Wittlich. Der Kreis unserer Unterstützer erweitert sich kontinuierlich und wir sind allen, die sich zum Wohle diabetischer Kinder und Jugendlicher in das Projekt einbringen, zu großem Dank verpflichtet. Den Weg zum Kloster am besten über Google oder Routenplaner abfragen. Bei Bedarf helfen wir mit einer Anfahrtsbeschreibung.

Weitere Termine sind geplant in den AOKen in Idar-Oberstein, Eisenberg/Pfalz, Montabaur und Mainz.

Wir sind immer wieder überrascht, wie unterschiedlich in den rheinland-pfälzischen Regionen unser Angebot wahrgenommen wird. Im Norden lagen die Teilnehmerzahlen bis auf Montabaur, das Seminar war umgehend praktisch ausgebucht, bei durchschnittlich 20 Personen. Im Süden und auch im Westen von Rheinland-Pfalz waren es deutlich mehr Teilnehmer, sogar teilweise mehr als 40 pro Seminar.

Die wissenschaftliche Begleitung der Universität Landau wurde bereitwillig von den pädagogischen Fach- und Lehrkräften unterstützt. Bis auf zwei Ausnahmen zeigten die Teilnehmer sich Willens die erforderlichen Fragebögen auszufüllen, das Erfassen der Datensätze des ersten Projektabschnitts ist angelaufen.

Helfen Sie mit eine bessere Integration und Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 in Rheinland-Pfalz zu erreichen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!  

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Nachdem der erste Zwischenbericht der Universität Koblenz-Landau gezeigt hat, dass wir mit dem Pilotprojekt Umsetzung der Handlungsempfehlungen für chronisch kranke Kinder am Beispiel Diabetes mellitus Typ 1 auf dem richtigen Weg sind, starten wir Mitte Februar 2016 mit weiteren Seminarangeboten - siehe nebenstehenden Terminplan. Seite Ende Mai bis zum Jahresende werden wir 18 Seminare in unterschiedlichen Orten in ganz Rheinland-Pfalz durchgeführt haben.

 

Der Zwischenbericht merkt u.a. an:

"Bei bislang allen durchgeführten Seminaren zeigten sich die Teilnehmer sehr engagiert und wissbegierig. Als positiv zu sehen ist...

 die Zusammensetzung der Teilnehmer aus solchen mit wenig, keiner und solchen mit viel Erfahrung inder Betreuung eines Kindes mit Diabetes mellitus Typ 1. Durchgängig in allen Seminaren profitierten pädagogische Fach- und Lehrkräfte von dem Erfahrungsschatz erfahrener Teilnehmer und nahmen wahr, dass die Betreuung eines diabetischen Kindes ein Basiswissen und individuell auf das jeweilige Kind bezogene Kenntnisse voraussetzen. Mit diesem Wissen sind der tägliche Umgang und die Inklusion durchaus und ohne große Hindernisse zu bewältigen" - und weiter "In allen Seminaren zeigte sich, dass die schon erfahreren Fach- und Lehrkräfte durch die Spiegelung ihrer bereits wertvollen Arbeit weiter gestärkt werden. Das geziele Ansprechen von Ängsten und Sorgen, das Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten sowie das Vermitteln von Strategien im Umgang mit Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1 motivierte die Teilnehmer, die mit zusätzlichen Strategien spürbar gestärkt die Seminare verließen". 

Die Unterstützung durch die kooperierenden Technikpartner wird deutlich durch die Anmerkung "Als besonderer Vorteil ist die große Vielfalt der technischen Hilfsmittel hervorzuheben, die ansprechend auf die Teilnehmer wirkt und hilfreich ist, um individuelle Fragen zu klären" und "dass alle der nach Seminarort wechselnden Mitarbeiter an den Techniktischen durch ihre offene motivierende Art wesentlich zur angenehmen Atmosphäre und zum Gelingen der Seminare beitragen". 

Wir danken allen Beteiligten für die hervorragende Unterstützung, insbesondere den im Flyer genannten Kooperationspartner sowie der AOK Rheinland-Pfalz für das Bereitstellen der Seminarräume, der Firma Sixt-Autoverleih, die dem Verein für einen ermäßigten Beitrag ein Fahrzeug zum Erreichen der Tagungsorte überlässt und den vielen anderen helfenden Händen. 

Das motiviert den Verein Hilfe für Kinder und Jugendliche bei Diabetes mellitus e.V. mit neuem Elan im Jahr 2016 das Pilotprojekt weiter anzubieten.

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  1. Was soll das Pilotprojekt bewirken?

Neun Seminare mit mehr als 200 Teilnehmern sind bereits in unterschiedlichen Orten in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Diabetologisch kompetente Ärztinnen und Ärzte und Diabetesberaterinnen und -berater haben sich mit ehrenamtlichem Engagement in die Sache eingebracht.

Erste Ergebnisse des Pilotprojektes zeigen, das Projekt trägt dazu bei, dass Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 in einem Umfeld mit mehr Verständnis und mehr Sicherheit aufwachsen können. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte, die mit sehr viel Wissensdurst angetreten sind, ihr Wissen zum Diabetes Typ 1 bei Kindern zu erweitern, haben erkannt, dass Unsicherheit und Ängste in erheblichem Maße den normalen Alltagsablauf einschränken und die damit angestrebte Inklusion verhindern können. Meinungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Jetzt wird mir klar, wie und dass ich damit umgehen kann“ und 

„Mir war nicht bewusst, welche Hilfestellungen möglich sind und wie ich die erbringen kann“. In den Seminaren werden nicht nur Ungereimtheiten zum Versicherungsschutz, zu Haftungsfragen, sondern auch Alltagfragen kompetent beantwortet.

Analog der vom Land Rheinland-Pfalz vorgelegten Handlungsempfehlungen zum Umgang mit chronisch kranken Kindern wird am Beispiel Diabetes mellitus Typ 1 aufgezeigt, welche Hilfsmaßnahmen erforderlich sind. Welche diabetesspezifisch technischen Hilfsmittel können auf den Diabetes bezogen, das gesamte Umfeld entlasten?  Neben der Wissensvermittlung nach einheitlichem Curriculum sind die Seminare hilfreich für pädagogische Fach- und Lehrkräfte, um sich mit Kolleginnen und Kollegen über ihre  Probleme im Umgang mit diabetische Kinder und Jugendliche, die sich in ihrer Obhut befinden, auszutauschen. Eltern, betroffene Kinder und die Betreuer profitieren von einem aufgeklärten Umfeld.

Der Dialog in den Seminaren mit den einweisenden Diabetesfachkräften ist für die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte besonders wertvoll. Manches individuelle Problem kann schon im „Pausengespräch“ gelöst werden. Es wird darauf hingewiesen: „Bitte kontaktieren Sie bei Unklarheiten gemeinsam mit den Eltern das Diabetesteam, von dem das betroffene Kind behandelt wird“. Damit kann ein wertvoller Austausch erfolgen, Missverständnisse können ausgeräumt werden, um vor Ort in Schule und Kita die reibungslose Begleitung eines diabetischen Kindes sicherzustellen.

Die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Landau soll klären, wie und mit welcher Hilfestellung pädagogische Fach- und Lehrkräfte in ihrem Alltag besser agieren können und welche Unterstützung sie erfahren sollten und müssen.

 

  1. Was sind die entscheidenden Faktoren für den Erfolg dieses Projektes?

Hin zu so viel Normalität wie möglich und so viel Hilfsmaßnahmen wie nötig, unter diesem Motto werden Anleitungen und Einweisungen in alltägliche Hilfsmittel gegeben. Das flächendeckende Angebot an Seminaren vermittelt Sicherheit durch eine Basis an diabetesspezifischen Kenntnissen.

Das Anschauen, das Anfassen und das Einweisen in die technischen Hilfsmittel, die diabetische Kinder und Jugendliche zur Steuerung ihres Stoffwechsels benötigen, lassen erkennen, eine Hilfestellung ist „kein Hexenwerk“. Mit innovativen Hilfsmitteln und Medizintechnikprodukten gestaltet sich der Umgang mit dem Diabetes mellitus Typ 1 viel unkomplizierter.

 LehrerInnen und ErzieherInnen erhalten Sicherheit, sich zum Wohle eines chronischen kranken Kindes einzubringen. Dies führt zu einem besseren Miteinander von Eltern, betroffenen Kindern und auch den betreuenden Personen in Kita und Schule. Die Betreuerinnen und Betreuer in Schule und Kita verstehen nach Absolvieren eines Seminars die Sorgen und Anliegen der betroffenen Kinder und deren Eltern besser, sie können wertvolle pädagogische Unterstützung in der Entwicklung der Kinder auch im Umgang mit deren chronischer Erkrankung leisten

 

  1. In diesem Projekt ziehen verschiedene Partner an einem Strang. Welche Rolle spielen die beteiligten Medizintechnikunternehmen?

Die kooperierenden Medizintechnikunternehmen unterstützen die Seminare nicht nur finanziell. Vor allem die Bereitstellung der technischen Hilfsmittel zum Anfassen und Ausprobieren, sowie die Anleitung der Teilnehmer in praktischen Übungseinheiten durch versiertes Fachpersonal der Firmen steigern den praktischen Nutzen der Seminare enorm.

Durch die Teilnahme und das sich Einbringen in die Seminare können die kooperierenden Medizintechnikunternehmen Erfahrungen sammeln, wo und welche Hilfsmaßnahmen entwickelt bzw. weiter zu entwickeln sind, um den Alltag der betroffenen diabetischen Kinder und Jugendlichen und deren betreuendem Umfeldes zu erleichtern.

Bundesweit einzigartiges Pilotprojekt gestartet

Eine Vielzahl von Projektpartner unter einem Dach tragen in Rheinland-Pfalz dazu bei, eine gelebte Integration diabetischer Kinder und Jugendlicher zu ermöglichen. Der Diabetes-Hilfeverein als Träger bietet landesweit Seminare für pädagogische Fach- und Lehrkräfte zum Umsetzen der Handlungsempfehlungen zum Umgang mit chronisch kranken Kindern und Jugendlichen am Beispiel Diabetes mellitus Typ 1 an.

Ehrenamtlich unterrichten Ärzte und Ärztinnen des Qualitätszirkels Kinderdiabetologie und Erwachsenendiabetologen mit Zulassung zur Behandlung diabetischer Kinder und Jugendlicher mit ausgebildetem Fachpersonal pädagogische Fach- und Lehrkräfte.

30 Seminare, bei Bedarf auch mehr,  werden über einen Zeitraum von zwei Jahre in den unterschiedlichen Regionen des Landes Rheinland-Pfalz - von Nord bis Süd, von Ost bis West, angeboten.

Um festzustellen, was künftig noch verbessert werden kann, damit die Integration der betroffenen Kinder gelingt, wird das Projekt von der Universität Landau wissenschaftlich begleitet.

Erste Termine bis zu den Herbstferien finden Sie im Kalender.

Eltern diabetischer Kinder und Jugendlicher können in Kitas und Schulen auf die Seminare hinweisen, die ErzieherInnen und LehrerInnen im Umgang mit den betroffenen Kindern fit und sicher machen sollen.